by Adrian Siegler
lange Zeit war Infrastruktur vor allem eines: physisch. Verkehrsnetze, Gebäude und Anlagen bildeten das Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft. Mit der fortschreitenden Digitalisierung verändert sich ihr Charakter jedoch grundlegend. Denn smarte Infrastruktur entsteht heute nicht allein durch Technik: Sie entsteht, wenn physische, digitale und organisatorische Infrastruktur zusammenwirken.
Die physische Ebene bleibt dabei unverzichtbar, denn ohne leistungsfähige Produktionsanlagen oder Energienetze ist keine Wertschöpfung möglich. Doch erst die digitale Infrastruktur verleiht ihnen neue Stärken. KI, Datenplattformen und intelligente Systeme machen Abläufe sichtbar, liefern zuverlässige Prognosen und schaffen die Basis für automatisierte Entscheidungen. Aus statischen Systemen werden dynamische, anschlussfähige Strukturen.
Daten allein erzeugen jedoch noch keinen Mehrwert. Erst wenn Prozesse, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege innerhalb der organisatorischen Infrastruktur zusammenfinden, können diese optimal genutzt werden. Was es dazu braucht? Neue Formen der Zusammenarbeit, integrierte Planung – und den Abschied von Silodenkweisen.
Sie und ich kommen mit dem Auto oder der Bahn, aber Ökonomen bewegen sich auf der Infrastruktur.
Margaret Thatcher (1925-2013) war eine britische Politikerin und Staatsfrau. Von 1979 bis 1990 war sie als erste Frau Premierministerin des Vereinigten Königreichs. Ihren Spitznamen „Iron Lady“ hat sie geliebt. Er stammt aus einem Kommentar von Radio Moskau, nachdem sie 1976 in der sogenannten Kensington-Ansprache die „bolschewistische Sowjetunion“ hart anging.
Smarte Infrastruktur entscheidet heute über den Erfolg von morgen. Sie ist dabei weniger ein Technik-Update als ein systemischer Wandel. Denn hochautomatisierte Anlagen bleiben unter ihren Möglichkeiten, wenn ihre Prozesse nicht sorgfältig abgestimmt sind. Umgekehrt stoßen optimierte Verfahren an Grenzen, wenn die TGA nicht schritthält. Erst die Verzahnung schafft Resilienz, Effizienz und Anpassungsfähigkeit. Hierzu lohnt ein Blick in die Projektthemen dieser Ausgabe. Sie widmen sich den neuen Produktionsstätten von Merck und der Klosterfrau Healthcare Group sowie der Lieferlogistik der HGC.
Weitere Beiträge über digitale Zwillinge oder modellgestützte Terminplanung mit 4D-BIM vertiefen den Blick auf die Entwicklungen und Möglichkeiten smarter Infrastruktur – ebenso das Interview, bei dem ich gemeinsam mit Marie-Christine von Hahn, Hauptgeschäftsführerin des BDLI, aktuelle Trends beleuchte. Dieses entstand im Vorfeld der ILA, bei der wir als Mitglied des BDLI vor Ort sind.
Nun aber erst mal viel Vergnügen beim Studieren der neuen Ausgabe unseres Kundenmagazins // plus. Wenn Sie Fragen zu einem unserer Magazinthemen haben, gilt wie immer: Rufen Sie einfach an, ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung. Auch meine Kolleginnen und Kollegen freuen sich auf Ihr Feedback. Gerne können Sie auch schreiben, an
kundenmagazin(at)io-group.com
Ich freue mich von Ihnen zu hören!
Ihr Adrian Siegler
Erhalten Sie Einblicke in Best Practices, interessante Kunden und Projekte sowie branchenübergreifende Zukunftstrends.
Unteranderem: io unterstützt bei der Modernisierung des Lufthansa Cargo Centers
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