Wenn Lehre und Industrie zusammenwirken

Vom Hörsaal in die Praxis

Die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Innovation. Dr. Jens Ludwig, Principal Consultant bei io, engagiert sich deshalb als Lehrbeauftragter des Instituts für Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Seine Lehrtätigkeit ist ein eigenständiges Engagement, das unabhängig von seiner Rolle bei io erfolgt – und dennoch wichtige Impulse für beide Seiten liefert.

Austausch mit Mehrwert

Im Mittelpunkt steht der gezielte Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis. Ludwig bringt seine langjährige Erfahrung aus der Logistikplanung in die Lehre ein und ermöglicht Studierenden einen realitätsnahen Einblick in die Welt der Intralogistik. Gleichzeitig fließen Erkenntnisse aus der universitären Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen zurück in die Praxis. Der Austausch bereichert beide Seiten.

Praxisnahe Lehre mit direktem Bezug zur Industrie

In der Vorlesung „Lager- und Distributionssysteme“ vermittelt Dr. Jens Ludwig nicht nur theoretische Grundlagen, sondern ergänzt sie durch zahlreiche Praxisbeispiele. „Anhand von Bildern, Videos und Einblicken in reale Projekte lernen die Studierenden nachhaltiger. Durch Exkursionen erleben sie, wie das im Hörsaal vermittelte Wissen in der Praxis Anwendung findet“, sagt Ludwig über die Form der Inhaltsvermittlung.

Impulse fürs KIT

Gerade an einer technisch anspruchsvollen Universität wie dem KIT, an der der Fokus häufig auf theoretischen Modellen und Berechnungen liegt, stellt diese Verbindung zur Praxis eine wertvolle Ergänzung dar. „Die Studierenden können die Lehrbuchinhalte so besser erfassen und gewinnen ein besseres Verständnis für die Relevanz ihrer Ausbildung“, erklärt Ludwig.

Konkrete Ergebnisse: Abschlussarbeiten mit Mehrwert

Weil die Lehrveranstaltung nicht nur theoretisch fundiert, sondern auch praxisorientiert ist, entstehen regelmäßig Abschlussarbeiten, die sich mit konkreten Fragestellungen aus der Intralogistik befassen. Ein Beispiel ist die Entwicklung eines Tools zur Dimensionierung und Bewertung von Paletten-Shuttles – einer innovativen Lagertechnik, die in der modernen Intralogistik zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Jene Arbeit kombiniert komplexe theoretische Modelle und Simulationsansätze mit praktischen Anforderungen wie Kostenstrukturen und technischen Rahmenbedingungen. Das Ergebnis ist ein Werkzeug, das sowohl in der Lehre als auch in der industriellen Anwendung genutzt werden kann – ein gelungenes Beispiel für gelebten Wissenstransfer.

Trends in der Logistik: Flexibilität und Komplexität im Fokus

Um sich verändernde Entwicklungen auch in der Lehre zu vermitteln, setzt Ludwig auf moderne digitale Werkzeuge. Neue Lagersysteme, die auf mobilen Robotern basieren, lösen zunehmend klassische, fest installierte Technik ab. 

Diese Systeme ermöglichen einen flexibleren Betrieb und eine einfachere Skalierung des Automatisierungsgrads. Gleichzeitig steigt jedoch die Komplexität: Viele dieser Lösungen sind für Anwender schwer durchschaubar und lassen sich nicht mehr mit traditionellen Rechenmodellen bewerten. So sind neue Methoden gefragt. Komplexe Abschätzungs- und Simulationsverfahren etwa, die den Durchsatz und die Leistungsfähigkeit solcher Systeme realitätsnah abbilden können.

logiklick.io als Brücke zwischen Theorie und Praxis

Ein solches Werkzeug ist die von io entwickelte Plattform logiklick.io. Sie bietet einen umfassenden Überblick über innovative Systeme für Lagerung, Kommissionierung, Transport und weitere intralogistische Prozesse. Die Plattform ermöglicht es, verschiedene Technologien anhand technischer Parameter zu vergleichen und deren Einsatzbereiche besser zu verstehen.

In der Lehre am KIT kommt logiklick.io zum Einsatz. Studierende nutzen die Plattform, um sich mit aktuellen Lösungen vertraut zu machen und ein Gefühl für die Vielfalt und Komplexität moderner Logistiksysteme zu entwickeln.

Anhand von Bildern, Videos und Einblicken in reale Projekte lernen die Studierenden nachhaltiger. Durch Exkursionen erleben sie, wie das im Hörsaal vermittelte Wissen in der Praxis Anwendung findet.
 

Portrait Jens Ludwig
Dr. Jens Ludwig Principal Consultant