Klimaschutz und Innovation

Immer mehr Unternehmen bemühen sich aktiv um Klimaschutz, gute Unternehmensführung und soziale Verantwortung. Viele Betriebe trifft der Trend zu mehr Nachhaltigkeit nach der Pandemie aber zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Jedoch ist diese Entwicklung zugleich ein Treiber für Innovationen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der HypoVereinsbank und der Nachhaltigkeitsagentur akzente – Part of Accenture. Sie zeigt die besonderen Herausforderungen und Nachhaltigkeitsbemühungen von Branchen wie Automobil und deren Zulieferern, Versorgern, Textil, Real Estate, Logistik sowie Software auf.

Einzelne Branchen im Detail

Versorger kämpfen mit den Folgen des Ukraine- Kriegs und der daraus resultierenden Notwendigkeit, noch mehr auf erneuerbare Energien zu setzen. Dies stellt insbesondere eine Herausforderung für die Netzinfrastruktur dar, die für eine dezentrale Einspeisung nicht ausgelegt ist.

Automobilzulieferer stehen ebenfalls unter Druck. Der Wandel hin zu E-Mobilität steht unmittelbar bevor. Die Fahrzeuge werden immer digitaler und sollen künftig autonom fahren. Im Gegenzug hat die Corona-Krise die Margen und damit die Spielräume für Investitionen einbrechen lassen.

Logistiker kämpfen insbesondere mit dem Mangel an Fahrern und der Notwendigkeit, die Arbeitssituation der Angestellten zu verbessern. Sie profitieren hingegen unmittelbar von Maßnahmen, die den Spritverbrauch und damit den CO2-Fußabdruck senken.

Zweischneidig ist der Befund für die Softwarebranche Zum einen ermöglicht sie Nachhaltigkeitsbemühungen in anderen Industrien erst. Zum anderen verbrauchen ineffizient programmierte Anwendungen zu viel Strom.

Das Einhalten arbeits- und menschenrechtlicher Standards, der Ressourceneinsatz in der Rohstoffverarbeitung und der Wunsch nach mehr Recycling bleiben die Dauerbrenner der Textilbranche. Die Baubranche wiederum priorisiert derzeit Klimaschutz, Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien.

Nachhaltiges Management hat einen positiven Effekt auf viele Bereiche des unternehmerischen Handelns.

Diese Trends dominieren

Bei allen Unterschieden zwischen den Branchen gibt es aber auch Gemeinsamkeiten und Trends: 

Die Motivation der Unternehmen, in Nachhaltigkeit zu investieren, nimmt zu. Haupttreiber für den grünen Wandel bleiben aber externe regulatorische Impulse. Außerdem ist die Supply Chain für viele Unternehmen der Knackpunkt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Produktion: Einerseits ist die Verpflichtung zur Überprüfung der eigenen Lieferkette monetär und strukturell für viele Firmen eine große Herausforderung. Andererseits sind sie oftmals selbst Teil der Lieferkette von Großkonzernen und Multinationals, die auf eine zügige Umsetzung drängen.

Insbesondere in kleineren Betrieben fehlt es aber noch an konsistenten Nachhaltigkeitsstrategien, Strukturen oder geeignetem Personal. Außerdem werden die mit der Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verbundenen Anforderungen häufig unterschätzt. Es mangelt an Systemen und einheitlichen Formaten, um die Vielzahl der Daten zu verarbeiten und darüber zu berichten.

Die Unruhe um das Thema Nachhaltigkeit hat auch ihr Gutes. Es ist klar zu erkennen, dass sie einen Modernisierungsschub auslöst, der die Unternehmen für die Zukunft besser aufstellt. So zwingen das Sammeln und Integrieren unterschiedlichster Daten, die für das Erstellen der nunmehr geforderten Nachhaltigkeitsreports notwendig sind, die Unternehmen zu mehr Digitalisierung. Die dadurch gewonnene Transparenz und die Notwendigkeit, sich Ziele zu setzen, lösen zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen aus. Denn wer sich heute nicht ausreichend um Nachhaltigkeit bemüht, wird morgen vom Markt verschwinden.

Timo Lösch

Timo Lösch hat bereits seine Ausbildung bei der HypoVereinsbank absolviert. Er ist Sustainable Finance Expert (EBS) und Senior Firmenkundenberater, ansässig in der HypoVereinsbank Mannheim. Seine Kunden sind mittelständische Unternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar. Hier geht’s zur Studie: Nachhaltigkeit im Mittelstand 

Haben Sie Fragen? Timo Lösch hilft gerne weiter:

Email

HVB-Experten und Tools für die passende Finanzierung

Bei der Vielzahl der Finanzierungsinstrumente und Förderprogramme ist ein Bankpartner wichtig, der sich auf Unternehmensfinanzierung und Nachhaltigkeit versteht: Wie müssen „grüne“ Investitionen gerechnet werden? Welcher Anteil sollte durch Kredit, welcher über den Kapitalmarkt finanziert werden? Welches Instrument passt am besten zu welchem Unternehmen?

Antworten geben bei der HypoVereinsbank rund 500 besonders ausgebildete Spezialisten. Hiervon beraten über 300 Sustainable Finance Experts (EBS) mittelständische Unternehmen mit einem 360-Grad-Ansatz. Um schnell einen Überblick zu bekommen, wo es für Unternehmen noch Potenzial oder versteckte Risiken gibt, hat die HypoVereinsbank zudem das HVB ESG Branchenbarometer entwickelt. So können Mittelständler gezielt ansetzen – um ihre Innovationen und Ideen für eine nachhaltige Zukunft auch nachhaltig zu finanzieren.

Mehr unter
hvb.de/in-nachhaltigkeit-investieren