Masterplanung für nachhaltige Entwicklung

„Veni, Vidi, Vici“ – „Ich kam, sah und siegte“. Das Cäsar-Zitat ist ein Klassiker des Lateinunterrichts und der Feldherrenrhetorik. Es lehrt uns: Künftige Sieger müssen zunächst einmal antreten und sich umsehen. Strategische Planer wissen das. Sich live vor Ort ein eigenes Bild machen, um schließlich triumphieren zu können: Das deckt sich mit den „Four Trace Concepts“ des Landschaftsarchitekten Christophe Girot. Sie müssen durchlaufen werden, um das Wesentliche eines zu bebauenden Ortes zu erfassen. Die Neun- Stufen-Strategie von io fußt auf dieser anerkannten Methodik. Sie bildet die Basis seines integrierten Masterplanungskonzepts, dessen Ziel es ist, die Visionen seiner Klienten in allen Facetten erfolgreich umzusetzen.

Machbarkeitsstudien 

Unter Masterplanung versteht man technische und politische Beobachtungsstudien, um künftige Entwicklungen bestehender Anlagen – von Brachflächen oder von Grüne-Wiese-Standorten – vorwegzunehmen. Die Studienergebnisse dienen als Grundlage für weiterführende Maßnahmen, die lang- oder auch schon kurzfristig in unternehmerischen Erfolgen münden. Nicht umsonst ist die Masterplanung seit jeher ein wichtiges Tool, um menschliche Bautätigkeiten zu strukturieren. Wie auch die Stadtplanung schafft sie Ordnung und Orientierung – mit dem übergeordneten Ziel, geeignete Rahmenbedingungen für kontinuierlichen Wandel und beständiges Wachstum zu schaffen.

Gerade für die Machbarkeitsstudien und Planungsphasen, die am Anfang großer Bauunternehmungen stehen, ist eine solide Masterplanung unabdingbar. Künftige Entwicklungen sind dringend zu berück- sichtigen. Sie lassen sich nicht aufhalten, weswegen sie auf intelligente Weise zu fördern sind. So liegt beispielsweise der Gedanke nahe, dass regeneratives Gebäudedesign in absehbarer Zeit nicht nur der Wunsch weniger Privilegierter ist, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit wird. 

Die sorgfältige Auswahl geeigneter Materialien über die Akquirierung von Auftragnehmern vor Ort bis zu vereinfachten Designs sind dabei bedeutsam. Die eigentliche Lösung muss allerdings früher ansetzen: in den Anfangsstadien eines Projekts, wenn mittels Masterplanung die Nutzung vorhandener Infrastrukturen optimiert, Wege verkürzt und vereinfacht und der Bedarf an neuem Bauvolumen reduziert werden kann.

CO2-Fußabdruck

„Wir bringen das Thema Masterplanung in eine aktuelle globale Perspektive, auch um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren – bei der Entwicklung, dem Betrieb und schließlich dem Recycling der von uns geplanten Anlagen“, erläutert Jeremy Hotchkiss, Partner und Architecture Design Lead. „Im Idealfall wäre die nachhaltigste Entwicklung, zumindest aus ökologischer Sicht, die Optimierung, Wiederverwendung und Umnutzung des Großteils der vorhandenen Bausubstanz. Anders gesagt: Baue nichts Neues.“ Denn in der Regel ist dies keine angemessene Lösung. Auch wenn wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit weiterhin Erweiterungen und Neubauten erfordern – aufgrund von Renovierungskosten, Kapazitätssteigerungen und der Qualität des Arbeitsumfelds.

Stufenstrategie

Der ganzheitlichen Stufenstrategie von io kommt hier eine entscheidende Bedeutung zu, fährt Hotchkiss fort: „Wenn ein Neubau unerlässlich ist, muss er ganzheitlich betrachtet werden. Alle Aspekte des wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Inputs sind bedeutsam, wenn es um die Optimierung von Prozessen und Arbeitsbedingungen geht. Nur so schafft man nachhaltige Cradle-to-Cradle-Projekte.“ Visionärer Pragmatismus – so könnte man den progressiven Ansatz von io beschreiben. Beziehungsweise: „Wir wollen einfach gleich auf Anhieb alles richtig machen, sodass später nicht alles neu aufgerollt und nachgebessert werden muss“, sagt Hotchkiss. 

Mannschaftsleistung

„Durch die Zusammenlegung aller nötigen Disziplinen, vom Fabrik- und Prozessplaner über Architekten bis zu Logistik- und IT-Experten, reduzieren wir die zum Projektbeginn erforderliche Lernkurve drastisch. Ebenso die Entwicklungsschleifen, die oft unnötige Ressourcen verbrauchen. Darüber hinaus gibt es nur einen festen Ansprechpartner. Dies alles zusammengenommen ist das Plus unseres Master Planning // plus-Ansatzes. Er wurde speziell für das direkte Zusammenspiel mit unserer Generalplanung // plus-Strategie entwickelt – und reicht weit über die üblichen Erwartungen hinaus, die gemeinhin an strategische Berater gestellt werden.“

Wir bringen das Thema Masterplanung in eine aktuelle globale Perspektive, auch um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

Portrait Jeremy Hotchkiss
Jeremy Hotchkiss Partner und Architecture Design Lead

Die Neun-Stufen-Strategie des Master Planning // plus:

1. Landung ×

In der Phase der Datensammlung wird ein erster Eindruck verschafft. Der Standort wird besucht und Instinkt und Intuition eingesetzt, um ihn auf sich wirken zu lassen. Die einzelnen Puzzleteile werden zu einem funktionalen Ganzen zusammengefügt, alle vorhandenen Daten gesammelt.

2. Erdung ×

In der Phase der Standortanalyse wird der Standort mit all seinen Chancen und Einschränkungen besser verstehen gelernt.

3. Findung ×

In der Phase der Analyse bestehender Gebäude werden die besonderen Merkmale und das eigentliche Wesen des Standorts beziehungsweise der Gebäude gesucht und entdeckt. Grenzen und Chancen, die Standort und Gebäude in sich tragen, werden erkannt, auch wenn diese sich nicht durch sorgfältige Analyse, sondern aus einem ersten Eindruck heraus offenbaren.

4. Gründung ×

In der Phase der Standortreaktion/ Standortstrategie werden optimale strategische areal- beziehungsweise funktionsbezogene Vorschläge entwickelt. Außerdem werden alternative Fahrpläne erstellt – sowohl eher konservative als auch innovative.

5. Optimierung ×

In der Phase der Masterplan- Alternativen arbeiten hauseigene Prozess-, Logistik- und IT-Planungsteams ganzheitliche, optimale und angemessene Alternativen aus.

6. Rechnung ×

In dieser Phase wird bereits in einem frühen Stadium eine Kalkulation der Kosten und Risiken vorbereitet, um eine effektive Design-to-Budget-Strategie und ein günstiges Kosten-Leistungsverhältnis für das Bauprojekt sicherzustellen.

7- Entscheidung ×

In der Phase der Entscheidungsfindung werden gemeinsam mit dem Auftraggeber angemessene Entscheidungskriterien als Basis für die Auswahl der bevorzugten Masterplan- Alternative entwickelt.

8. Planung ×

In der Blockplanung liegt der Schwerpunkt auf Aspekten wie Material- und Personalflüssen, Bauvorschriften, Brandschutz, strukturellen Vorgaben und Gebäudetechnik als Basis für die Kostenkalkulation, Zeitplanung und Phaseneinteilung.

9. Absprung ×

Die Ergebnisse der Strategieplanung bilden die Grundlage für die Entscheidungsfindung auf höchster Ebene, mit der die nächste Projektphase begonnen werden kann. Alle Puzzleteile werden zusammengetragen und zu einem Ganzen zusammengesetzt. Sie werden analysiert, auf Alternativen getestet, in Phasen eingestuft und kostenkalkuliert, so dass am Ende ein Gesamtbild vereinbart werden kann.