Zwischen Aufbruch und Anpassungsdruck

io ist seit 2025 Mitglied im BDLI. Durch die jahrelange Erfahrung in der Planung und Konzeptionierung moderner, komplexer und hoch automatisierter Produktionsstätten hat io zahlreiche Schnittstellen quer durch die unterschiedlichsten Branchen. Von der Planung der Produktionsanlagen großer In-Flight-Catering-Anlagen bis hin zu Testständen für Triebwerke ist io Ihr kompetenter Partner im Bereich der modernen, vernetzten und innovativen Fabrikplanung. Durch die Ansätze im Bereich der Generalplanung // plus verfügt io darüber hinaus über die Kompetenzen und Schlagkraft, mit den Anforderungen der Luft- und Raumfahrt sowie im Bereich der Verteidigung Schritt zu halten und sie in der Erreichung ihrer Ziele maßgeblich zu unterstützen.

Marius Schiemer, Referent für Verteidigung bei io, hat mit Marie-Christine von Hahn, Hauptgeschäftsführerin des BDLI, sowie Adrian Siegler, Geschäftsführer und Partner bei io, über die aktuellen Trends und Herausforderungen der Branche gesprochen.

Frau von Hahn, die deutsche Industrie steht vor einem massiven Strukturwandel – von der Digitalisierung bis zur Dekarbonisierung. Welche dieser Herausforderungen spüren Sie in der Luft- und Raumfahrtbranche derzeit am stärksten?

Die deutsche Industrie insgesamt steht an einem Wendepunkt: Bei stagnierendem Wachstum müssen wir gleichzeitig digitaler, nachhaltiger und widerstandsfähiger werden. Diese Transformation betrifft nahezu alle Branchen und die Luft- und Raumfahrt bildet da keine Ausnahme. Wir haben jedoch einen großen Vorteil: Unsere Branche ist auf einem stabilen Wachstumspfad und ist offen für Innovation und den technologischen Wandel.

Deshalb begreifen wir Themen wie Digitalisierung und Dekarbonisierung als Chance. Die Digitalisierung macht unsere komplexen Wertschöpfungsketten effizienter, transparenter und schneller. Und Nachhaltigkeit ist in unserer Branche längst kein „Add-on“ mehr, sondern die Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum. Effizientere Triebwerke, leichtere und widerstandsfähigere Materialien sowie alternative Energieträger sind Schlüssel für die Dekarbonisierung und die Wirtschaftlichkeit unserer Unternehmen.

Frau von Hahn, der Weg zur Klimaneutralität stellt alle Branchen vor enorme Investitionen. Wie kann die Industrie diese Transformation finanzieren, ohne an internationalem Boden zu verlieren?

Der Weg zur Klimaneutralität ist eine gewaltige Herausforderung – auch für die Luft- und Raumfahrtindustrie. Für uns als Hersteller und Ausrüster bedeutet das, dass wir alles daransetzen, den Luftverkehr so energieeffizient und kosteneffektiv wie möglich zu gestalten. Zwei Säulen sind dabei zentral: die schrittweise Einführung nachhaltiger Luftfahrtkraftstoffe (SAF) und die konsequente Weiterentwicklung effizienter Technologien – vom leichten Werkstoff über aerodynamische Verbesserungen bis zu neuen Antriebssystemen. Hier investieren wir massiv, um sowohl Klimaziele zu erreichen als auch unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Damit diese Transformation gelingt, braucht die Industrie jedoch verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen. Klimaschutz darf nicht zu einem Wettbewerbsnachteil werden. Politische Instrumente wie der CO₂-Grenzausgleich (CBAM) verfolgen zwar das richtige Ziel, müssen aber so ausgestaltet werden, dass sie die Industrie nicht zusätzlich belasten – insbesondere jene Unternehmen, die auf internationale Lieferketten angewiesen sind.

Herr Siegler, die Luft- und Raumfahrtindustrie steht unter enormem Innovations- und Kostendruck. Wie kann eine partnerschaftliche Beratung und Planung – wie sie io bietet – Unternehmen helfen, diese Spannungsfelder in greifbare Wettbewerbsvorteile zu verwandeln?

Als Geschäftsführer von io sehe ich partnerschaftliche Beratung und Planung als entscheidenden Faktor, um Innovations- und Kostendruck in nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu transformieren. Unser Ansatz basiert auf einer sehr engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden – von der ersten Strategieentwicklung bis zur erfolgreichen Projektrealisierung. Wir bringen nicht nur tiefes Branchenwissen, sondern auch Methodenkompetenz und Innovationskraft mit ein. Durch die Integration von Best Practices, maßgeschneiderten Lösungen und den Blick über den Tellerrand hinaus, helfen wir Unternehmen, ihre Innovationszyklen zu verkürzen, Kostenstrukturen zu optimieren und gleichzeitig die Qualität ihrer Prozesse deutlich zu erhöhen. Partnerschaft bedeutet für uns, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und Erfolge messbar zu machen.

Europa braucht eigene Fähigkeiten in allen zentralen Bereichen – von Trägersystemen und Satelliten bis zu weltraumgestützten Kommunikations- und Navigationsdiensten.
 

Portrait Marie-Christine von Hahn
Marie-Christine von Hahn Hauptgeschäftsführerin des BDLI

Frau von Hahn, viele Unternehmen klagen über Fachkräftemangel und Bürokratie. Wie gefährden diese Faktoren die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie – und was müsste sich politisch ändern?

Gerade unsere stark mittelständisch geprägte Luft- und Raumfahrtzulieferindustrie leidet zunehmend unter einer überbordenden Bürokratie. Berichtspflichten und Regularien – etwa im Rahmen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes oder der EU-CSDDD – binden erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen. Selbst Unternehmen, die nicht direkt berichtspflichtig sind, werden über die Lieferkette mit aufwendigen Auflagen konfrontiert. Häufig fehlen zudem praxisgerechte, digitale Lösungen, um diese Pflichten effizient zu erfüllen. Das führt zu zusätzlicher, nicht wertschöpfender Verwaltungsarbeit – in einer Zeit mit ohnehin hohen Kosten für Personal und Energie ein ernst zu nehmender Wettbewerbsnachteil. Auch wir sind vom Fachkräftemangel betroffen, jedoch können wir, durch unsere wachsenden Branchenzahlen, gut ausgebildeten Fachkräften eine Perspektive anbieten, die sie vielleicht in anderen Branchen derzeit nicht haben.

Herr Siegler, io begleitet Industrieunternehmen von der Strategie bis zur Realisierung komplexer Standorte. Wo sehen Sie aktuell den größten Bedarf an integrierten Lösungen – gerade bei technologiegetriebenen Branchen wie der Luft- und Raumfahrt?

Der größte Bedarf liegt derzeit in der ganzheitlichen Integration von Produktions-, Logistik- und IT-Systemen. In der Luft- und Raumfahrtindustrie sind die Anforderungen an Präzision, Rückverfolgbarkeit und Reaktionsfähigkeit bei sich verändernden Rahmenbedingungen besonders hoch. io bietet hier ein Portfolio, das von der Produktions- und Logistikplanung über die Digitalisierung von Wertschöpfungsketten bis hin zur Implementierung von Industrie-4.0- Lösungen reicht. Ergänzt wird das Portfolio durch die erforderlichen Architektur-, Haustechnik- und Projektmanagementleistungen. Besonders gefragt sind aktuell modulare, skalierbare Konzepte, die sowohl bestehende als auch neue Technologien nahtlos verbinden. Unsere Erfahrung zeigt, dass Unternehmen, die frühzeitig auf integrierte Lösungen setzen, ihre Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsposition deutlich stärken.

Herr Siegler, die Transformation zu nachhaltigen, digital vernetzten Produktions- und Logistiksystemen ist ein zentrales Thema. Wie gelingt es io, Projekte so zu gestalten, dass sie wirtschaftlich tragfähig und zukunftsfähig bleiben?

Wir verfolgen einen integrierten Ansatz, der Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit miteinander verbindet. Das beginnt bei einer fundierten Analyse der Ausgangssituation und konkreter Klärung des jeweiligen Kundenbedarfes und reicht bis zur Implementierung nachhaltiger, digital vernetzter Systeme. io setzt hierbei auf innovative Technologien wie digitale Zwillinge, Building Information Model (BIM), VR, KI-basierte Analysen sowie eine intelligente Automatisierung des gesamten Planungsprozesses. Gleichzeitig achten wir auf Ressourceneffizienz und eine hohe Flexibilität. Durch die enge Einbindung aller Stakeholder und den Einsatz eines agilen Projektmanagements stellen wir sicher, dass Projekte nicht nur kurzfristig wirtschaftlich, sondern auch langfristig tragfähig und anpassungsfähig, bei sich verändernden Kundenbedarfen, bleiben.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Unternehmen, die frühzeitig auf integrierte Lösungen setzen, ihre Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsposition deutlich stärken.
 

Portrait Adrian Siegler
Adrian Siegler Managing Director

Frau von Hahn, die Luft- und Raumfahrt ist traditionell stark innovationsgetrieben. Welche Rolle spielt sie Ihrer Meinung nach als Innovationsmotor für andere Industriezweige in Deutschland?

Die Luft- und Raumfahrt ist einer der stärksten Innovationsmotoren Deutschlands – und das in ihrer gesamten Breite. In der zivilen wie militärischen Luftfahrt reifen Produkte nicht erst beim Kunden, sondern müssen von Beginn an höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards genügen. Das erfordert ausgereifte Technologien und führt dazu, dass unsere Branche überdurchschnittlich viel in Forschung und Entwicklung investiert – zuletzt rund sieben Prozent des Umsatzes. Durch die hohe technologische Komplexität entstehen Innovationen, die ihren Weg in Schlüsselindustrien finden – wie etwa in der Automobil-, Energie-, Sicherheits- oder Medizintechnik. Das gilt insbesondere für die Raumfahrt, die eine zentrale Rolle für den technologischen Fortschritt spielt. Raumfahrt schafft Hightech-Arbeitsplätze, stärkt die industrielle Souveränität und treibt technologische Sprünge an. Wer in Raumfahrt investiert, investiert immer auch in die Innovationskraft der gesamten deutschen Wirtschaft.

Frau von Hahn, angesichts geopolitischer Spannungen und globaler Lieferkettenprobleme: Wie autark muss die deutsche Industrie – insbesondere die Luft- und Raumfahrt – in Zukunft werden?

Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie muss global vernetzt bleiben, gleichzeitig aber ihre technologische Souveränität sichern. Nehmen Sie als Beispiel die europäische Raumfahrt. Hier müssen wir deutlich autarker werden, ohne internationale Kooperationen aufzugeben. Europa braucht eigene Fähigkeiten in allen zentralen Bereichen – von Trägersystemen und Satelliten bis zu weltraumgestützten Kommunikations- und Navigationsdiensten. So sichern wir unsere strategische Unabhängigkeit, Sicherheit, Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke.

Je größer die Gefahr, dass man auf andere angewiesen ist, desto wichtiger wird Unabhängigkeit: Bei kritischen Rohmaterialien, seltenen Erden oder Schlüsseltechnologien müssen wir auf europäischer Ebene Sicherung, Recycling, Ersatzlösungen und strategische Lagerhaltung aufbauen – unterstützt durch Abnahmegarantien, Investitionskapital und langfristige Regulierung. Nur so bleibt Europa resilient, wettbewerbsfähig und innovationsstark.

Herr Siegler, viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, bestehende Strukturen umzubauen, ohne die laufende Produktion zu gefährden. Welche Methoden setzt io ein, um solche komplexen Veränderungsprozesse sicher zu steuern?

Wir haben in den vergangenen Jahren sehr leistungsfähige Projektmanagement- Tools entwickelt. Diese gehen von der strukturierten Migrationsplanung, die die technischen Systeme und deren Abhängigkeiten im Fokus hat, über teilweise sehr datengetriebene Umzugsplanungen inklusive Betrachtung von Ramp-up/Rampdown- Strategien, bis zu ganzheitlicher Terminplanung und -steuerung. Zusätzlich kommen Lean-Methoden bei zeitkritischen Projekten zum Einsatz, um Effizienz und Transparenz zu steigern. Die Nutzung von 3D-Visualisierungen und die Abbildung aller Pläne in einem zentralen Building Information Model (BIM) unterstützen die Planung und Kommunikation mit allen Stakeholdern immens. Als zweiten Baustein bieten wir unseren Kunden ein strukturiertes Change- Management an, das organisatorische und menschliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigt, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Für uns ist der enge Kontakt mit den operativen Kollegen auf der Shopfloor-Ebene von größter Bedeutung, um einerseits engzyklisch und transparent zu kommunizieren und gleichzeitig Akzeptanz für die geplanten Veränderungen zu schaffen.

Herr Siegler, io versteht sich als Partner auf Augenhöhe – nicht als klassischer Dienstleister. Wie leben Sie dieses Partnerschaftsverständnis konkret in Projekten, insbesondere mit großen Industrieverbänden oder Konsortien wie dem BDLI?

Wir arbeiten sehr intensiv daran, langfristige Kundenbeziehungen zu entwickeln – dies ist unser oberstes Ziel. Hierfür ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe wichtig, die über den Austausch von reinem Fachwissen hinausgeht und Aspekte wie proaktives Handeln, ein tiefes Verständnis der Bedürfnisse des Kunden und sehr hohes gegenseitiges Vertrauen, etwa bei strategischen Fragestellungen unserer Kunden, berucksichtigt. Wir begreifen die Ziele und Herausforderungen unserer Kunden als unsere eigenen. In Projekten mit großen Verbänden wie dem BDLI bringen wir unsere breite Expertise proaktiv ein, fördern den offenen Austausch und versuchen, Impulse für Innovationen zu setzen, um aktiv den technischen Fortschritt voranzutreiben.
 

Frau von Hahn, viele Mittelständler fühlen sich von der Politik und den großen Konzernen abgehängt. Welche Rolle sehen Sie für den Mittelstand in der industriellen Zukunft Deutschlands?

Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Industrie. In der Luft- und Raumfahrtbranche ist er hochspezialisiert und innovativ. Zwischen Mittelständlern und den großen OEMs bestehen enge wechselseitige Abhängigkeiten: Ohne die Agilität und Kreativität der Mittelständler gäbe es keinen technologischen Fortschritt, ohne stabile Partnerschaften keine Planungssicherheit. Damit der Mittelstand diese Rolle auch künftig ausfüllen kann, braucht er klare Signale seiner Kunden, verlässliche politische Rahmenbedingungen und besseren Zugang zu Kapital. Wenn wir das schaffen, bleibt der Mittelstand ein zentraler Enabler und Leistungsträger der industriellen Zukunft Deutschlands.

Herr Siegler, in der Luft- und Raumfahrt treffen höchste technische Ansprüche auf lange Entwicklungszyklen. Welche Erfahrungen aus anderen Hightech- Branchen bringt io mit, die für BDLIMitglieder besonders relevant sein könnten?

Ergänzend zu unserem Aviation-Know-how verfügt io über langjährige Erfahrungen in Kernbranchen wie der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Medizintechnik und der Pharma-/Life-Science-Industrie. Diese Branchen zeichnen sich durch hohe Innovationsdynamik, komplexe Lieferketten und strenge, zum Teil regulatorische Anforderungen aus – ähnlich wie die Luftund Raumfahrtindustrie. Wir übertragen bewährte Methoden wie die digitale Transformation, wenn es etwa um die Konzeption und Einführung von SAP-Lösungen geht, aber auch um Lean-Management-Ansätze, die Produktions- und Logistikprozesse effizienter und reaktionsfähiger aufstellen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das io-Analytics- Portfolio. Wir stellen unseren Kunden entlang ihrer gesamten Supply Chain operative Dashboards zum Beispiel zu Fragestellungen der Intralogistik, der Transportoptimierung oder strategischen Fragestellungen zur Verfügung und bieten darüber hinaus diverse KI-unterstützte Optimierungs- und Forecastmodelle, die branchenunabhängig eingesetzt werden können.

Herr Siegler, wenn Sie an die Industrie der Zukunft denken: Welche Kompetenzen braucht ein Partner wie io, um den technologischen und kulturellen Wandel in der Luft- und Raumfahrtbranche wirklich voranzutreiben?

Ich sehe Herausforderungen wie geopolitische Verschiebungen und den korrespondierenden Bedarf an robusten Lieferketten ebenso gegeben, wie auch die Notwendigkeit, in der täglichen operativen Arbeit an Weiterentwicklungen von etwa Materialien für Leichtbaulösungen oder smarten, vorausschauenden Wartungssystemen zu arbeiten. Hierfür benötigt ein Partner neben der technischen Exzellenz vor allem die Fähigkeit, komplexe Systeme zu verstehen und diese zu gestalten. Dazu gehören Kompetenzen in Analytics, Digitalisierung, Change-Management und Projektsteuerung. Diese Fertigkeiten müssen interdisziplinär und ganzheitlich verstanden und eingesetzt werden, damit die Komplexität beherrscht werden kann und wirtschaftlich gute Lösungen für die Kunden entstehen. io vereint diese Kompetenzen in „einem“ Team aus erfahrenen Beratern, Ingenieuren, Architekten und Digitalisierungsexperten – und versteht sich als genau dieser Wegbereiter für den Wandel in der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Frau von Hahn, wenn Sie einen Wunsch freihätten: Welche eine Maßnahme würde die größten positiven Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie haben?

Ich wünsche mir vor allem eines: ein klares industriepolitisches Bekenntnis zur Luft- und Raumfahrt in Deutschland. Wettbewerbsfähigkeit entscheidet sich heute – durch die Weichen, die wir für künftige Programme und industrielle Kapazitäten stellen. Für die zivile Luftfahrt bedeutet das: verlässliche Rahmenbedingungen und politische Unterstützung bei der Ansiedlung zukünftiger Produktions- und Forschungsprojekte. Gleichzeitig müssen wir das enorme Zukunftspotenzial der Raumfahrt für Deutschland und Europa erkennen und konsequent nutzen. Das erfordert echte Investitionen in Unternehmen und Entwicklungsprojekte, Tempo bei der Umsetzung und eine klare nationale Strategie.

Luft- und Raumfahrt ist keine ferne Zukunftsmusik, sie betrifft uns alle – jeden Tag. Ich möchte alle ermutigen, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und sich vielleicht selbst von der Faszination dieser Branche anstecken zu lassen. Denn eines ist sicher: Zukunft beginnt oben.

Marius Schiemer
Consultant